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nautilus

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  • »nautilus« ist der Autor dieses Themas

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Montag, 1. September 2014, 18:52

Trilo-Kopfschild - Glabella-Furchen

Habe von Adi in St. Marie aux Mines ein Stein mit einem Trilobitenkopf bekommen. Das Kopfschild trägt Glabellafurchen, die ich in dieser Form noch nicht gesehen habe. Die Furchen sind mittig, parallel und gleichförmig gestaltet. Man kann sie nicht als Bruchlinienen deuten. Wer kann über diese Deformierung etwas sagen? Oder sollte es sich im eine neue Art mit derartigen Glabellafurchen handeln? Eventuell entstanden die Furchen bei der Häutung des Trilobiten und wurden bei der "Aushärtung" des Panzers überwachsen. Was tatsächlich die Ursache ist, wird wohl unbekannt bleiben.
»nautilus« hat folgende Bilder angehängt:
  • Nyterops 1.jpg
  • Glabellafurche1.jpg
  • Glabellafurche2.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »nautilus« (4. September 2014, 10:13)


Jens

Moderator

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2

Montag, 1. September 2014, 19:25

Hallo Nautilus,

ein bemerkenswertes Kopfschild. Habe ich so bislang noch nicht gesehen, aber ich bin mir sicher dass es sich um eine Pathologie handelt. Solcherart Glabellafurchen gibt es bei Phacopiden nicht. Auch sehen die beiden Dellen nicht sehr symmetrisch aus, so dass ich von einer Deformation durch etwas wie eine Greifzange ausgehe.

Hast du vielleicht Infos zur Lokalität, dass Material sieht nach etwas Reedops-artigen aus. Kannst du vielleicht ein paar weitere Ansichten zeigen, vielleicht auch etwas von einer Bruchfläche, damit ich die Matrix sehen kann.

Die Deformation sieht ziemlich plastisch aus, was darauf hindeutet dass die Attacke nach der Häutung erfolgte und somit der Panzer noch weich war, Butterkrebs-Stadium;-)
Es sieht auch so aus, als es eine leichte Perforation gegeben hat.

Also, für mich sehr spannender Fund, wenn du noch ein paar mehr Infos und weitere Ansichten hast, kriegen wir vielleicht auch die Art raus;-)

lg,
Jens
Was wäre die Welt ohne Trilobiten.
:267: :240: :272:

Michael

The Inner Circle

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3

Dienstag, 2. September 2014, 00:12

Hallo Nautilus,

erstmal willkommen hier im Forum ! Und gleich als erstes so ein interessantes Stück... :106:
Also ich halte diese paarigen Vertiefungen auch für Verletzungen, wie sie z.B. die Greifzangen von Eurypteriden hinterlassen könnten. Derartig abweichende Glabellarfurchen halte ich nicht für möglich. Denke auch, dass ein nach Häutung nicht ausgehärteter Phacopide attackiert wurde, ansonsten wäre das Cephalon wohl zerbrochen... Weitere Ansichten wären wirklich interessant, auch wenn ich dadurch auch nichts zur Bestimmung dieses Trilos beitragen kann...
Bin auf weitere Trilobiten aus Deiner Sammlung gespannt, Deine Vorstellung im Profil klingt wirklich vielversprechend.
:096: :117:



lG
Micha


Fred

The Inner Circle

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4

Dienstag, 2. September 2014, 09:07

Fascinating!
Both the eyes seem to be deformed as well. I would like to see more pictures.

Kyllops

The Inner Circle

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Registrierungsdatum: 30. September 2008

Wohnort: Gerolsteiner Land

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5

Dienstag, 2. September 2014, 15:12

Hallo Nautilus

gut präp. Teil.

in der Eifel ist mir eine solche Glabella an Phacopiden noch nicht auf gefallen.

Jens und Michael werden mit ihrer Meinung, dass Patholgie im Spiel ist, recht haben.

Gruß

Diethelm