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Michael

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21

Dienstag, 19. März 2013, 09:47

Hi Ihr,

Andries, danke für das neue paper- klasse Arbeit, sehr interessant. :014: Schön, dass es frei zugänglich ist!

lg,

Micha

Jens

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22

Dienstag, 19. März 2013, 10:17

Jau,

danke Andries fürs Verlinken, hatte aber schon ein paar Tage vorher Post mit der Arbeit bekommen. Interessante Sache mit den Ocellen, wer weiss was da noch so an Infos in unseren Stücken steckt, was man erst mit einer Tomographie erkennen kann.

lg,
Jens
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Michael

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23

Mittwoch, 10. April 2013, 09:42

Hi Ihr,

habe hier mal was über nen oberkambrischen Amerikaner. Ist ein seltsamer Trilobit ohne dorsale Facialsuturen, die Augenoberfläche ("visual surface") ist ja bei kambrischen Trilobiten wohl nicht so oft erhalten, hier schon... Packe das paper hier rein, da es ja um Augen (und circumokulare Häutungsnähte) geht. Bei "trilobiten USA" hätte er sonst auch reingepasst...

Also viel Spaß damit !


CIRCUMOCULAR SUTURE AND VISUAL SURFACE OF "CEDARIA" WOOSTERI (TRILOBITA, LATE CAMBRIAN) FROM THE EAU CLAIRE FORMATION, WISCONSIN NIGEL C. HUGHES, GERALD O. GUNDERSON AND MICHAEL J. WEEDON

http://origins.swau.edu/misc/paleocurren…nsin-hughes.pdf

lG,

Micha

Jens

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24

Mittwoch, 10. April 2013, 10:12

Hi Micha,

interessantes PDF, danke fürs Vorstellen. Wirklich seltsam diese Augen. Muss mir das Ganze mal in Ruhe durchlesen. Frage mich ob das von Hughes et al. vorgestellte Taxon überhaupt was mit Cedaria zu tun hat.
Immerhin haben echte Cedaria's ja Freiwangen, was man von der hier vorgestellten "Cedaria" woosteri so nicht behaupten kann.

ich hänge mal einen Link zur typischen Cedaria minor an:

http://www.keyobs.be/fr/ebonino/html/wee…_1.html#Cedaria


Für mich sieht es so aus als wären die Gesichtsnähte zurückgebildet und die Wangen sekundär mit dem Cranidium verwachsen, allerdings sind die Sehflächen mit etwas Schale drumherum durch eine Sutur von der Freiwange abgetrennt, vielleicht mit der Möglicheit die Sehfläche separat zu häuten.

Seltsamer aber hochinteressanter Trilobit, der sicher phylogenetisch genauer untersucht werden sollte.

lg,
Jens
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25

Mittwoch, 10. April 2013, 12:03

Hi Jens,

ja ich weiß auch nicht, warum ausgerechnet "Cedaria"... Bei der nicht/ kaum vorhandenen Ähnlichkeit hätte dieses Tierchen nen anderen Namen eher vertragen. Aber interessant ist das schon... Die circumocularen Suturen haben ja einige frühere Trilobitengruppen, später dann wohl noch die Calymeniden. Aber halt die "richtige" Cedaria nicht...

lG,

Micha

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26

Freitag, 28. Juni 2013, 13:52

Hi Ihr,

hier nochmals ne leichter verständliche Arbeit zum Thema (Trilobiten-)Augen.

The Eye: Paleontology

Riccardo Levi- Setti, Euan N.K.Clarkson, Gabor Horvath. Ist wohl teil einer Arbeit, den Titel kann ich nicht erkennen. Aber ne schöne Übersicht zum Thema.

http://arago.elte.hu/files/PaleontologyE…-resolution.pdf

lG,

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Samstag, 29. Juni 2013, 10:15

Hallo Micha,

die von dir zuletzt vorgestellte Arbeit könnte aus diesem Band stammen (sicher bin ich mir nicht):


Frontiers of Life, Four-Volume Set, 1st Edition

Editor(s) : Baltimore & Dulbecco & Jacob & Levi-Montalcini

Release Date: 05 Oct 2001

Imprint: Academic Press, ISBN: 9780120773404
Pages: 3230

Ulrich

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Dienstag, 10. Dezember 2013, 10:51

Hallo Ihr,

habe hier eine Arbeit über die schizochroalen Augen von Geesops. Es wurde nachgewiesen, dass nicht alle Calzitkristalle parallel zur optischen Achse angeordnet waren, sondern zumindest bei Geesops ein Kranz von "gespreizten" Kristallen am Rand der Einzellinsen liegt. Dadurch wäre das Sichtfeld jeder Einzellinse größer als angenommen, genauso die Bildüberlappung der Linsen, wodurch evtl. räumliches Sehen möglich wäre. Ich hoffe, ich habe das auf die Schnelle halbwegs verständlich zusammengefasst habe...

Torney, C. and Lee, M.R. and Owen, A.W. (2008): An Electron Backscatter Diffraction Study Of Geesops: A Broader View Of Trilobite Vision ? In: Fourth International Trilobite Conference, 16-24th June 2008, Toledo, Spain (Department of Geographical and Earth Sciences, University of Glasgow)

http://eprints.gla.ac.uk/4524/1/4524.pdf

lG,

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Dienstag, 10. Dezember 2013, 12:14

Hi Micha,

auch interessant. Seltsam dass mir dieser Artikel aus dem Toledo-Tagungsband, der ja hier auch schon mehrfach verlinkt wurde, bislang noch nicht aufgefallen ist. Oft ist es besser, wenn man aus solchen Kompendien die Einzelartikel separat hat, so wie hier. Danke fürs Einstellen.

Interessanter Artikel, die Augen der Phacopiden scheinen ja schon was Spezielles zu sein.

lg,
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Freitag, 13. Dezember 2013, 23:25

Hallo Ihr,

hier noch eine Arbeit über Phacopiden- Augen, speziell die mineralische Zusammensetzung. Der Magnesiumgehalt des Calzits der Augen war bei den Phcopiden ein anderer als im Rest des Exoskeletts.
Lee, M., Torney,C. and Owen, A.W.(2012) Biomineralisation in the Palaeozoic oceans: evidence for simultaneous crystallisation of high and low magnesium calcite by phacopine trilobites (Chemical Geology, 314-317, pp.33-44, ISSN 0009- 2541)

http://eprints.gla.ac.uk/65091/1/65091.pdf


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Montag, 16. Dezember 2013, 09:59

Hi Micha,

für mich ein sehr spannender Artikel, da ich bislang zur Mineralogie der Linsen nicht grossartig was in der Literatur gefunden habe. Meist hat man sich ja auf die Optik der Linsen beschränkt und nur erwähnt dass es sich um orientiert gewachsene Kalzitkristalle handelt. Die Arbeit geht da einen ganzen Schritt weiter und zeigt dass in den Linsen High-Magnesium-Calcite eingebaut ist, also Kalzit mit relativ hohem Magnesiumanteil.

Ich hatte beim Strahlen ja schon feststellen müssen, dass die Linsen anders und eher schlecht auf Strahlen reagieren und schon deshalb eine andere chemische Zusammensetzung vermutet. High-Mg calcite wurde auch in assozierten Echinodermenresten in vergleichbarer Menge festgestellt, so kriegt man denke ich eine etwas bessere Vorstellung über dass Material, denn gerade Echinodermen brechen ja gerne splittrig-spätig wenn man diese fossil (und rekristallisiert) findet.

also, spannende Arbeit, werde ich mir mal genauer anschauen.

lg,
Jens
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Dienstag, 11. Februar 2014, 11:21

Hallo Ihr,

hier eine recht weitführende Arbeit über die Augen von "Phacops" rana milleri. Behandelt wird u.a. die Änderung der inneren Linsenstrukturen z.B. nach Häutungen. Die Arbeit geht ziemlich weit in die Berechnungen der optischen Eigenschaften, ich steige ehrlich gesagt da dann aus... Aber vielleicht interessiert es ja jemanden bzw. irgendein Triloforist versteht es komplett (vielleicht ja alle ausser mir... :216: )

Gabor Horvath And Euan N.K. Clarkson: Computational Reconstruction of the Probable Change of Form of the Corneal Lens and Maturation of Optics in the post- ecdysial Development of the Schizochroal Eye of the Devonian Trilobite Phacops rana milleri Steward 1927 (J. theor. Biol. (1993) 160, 343-373)

https://arago.elte.hu/sites/default/file…alEye_JTB_0.pdf

lG,

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Freitag, 14. Februar 2014, 12:18

Hi Micha,

ist spannend, also mich interessiert es. Jau, diese Art von Papers ist recht heftig, schon im Titel tauchen ungewöhnliche Wörter auf. Post-ecdysial bezieht sich zum Beispiel auf die Entwicklung nach der Häutung, denke es ist schon spannend was da nun genau passiert ist. Muss mir die Sache mal genau anschauen;-)

lg,
Jens
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Donnerstag, 12. Juni 2014, 14:45

Hi Ihr,

hier eine schön verständliche und dennoch interessante Arbeit von Brigitte Schoenemann. Behandelt werden alle Arten von Trilobitenaugen. Die Arbeit stammt aus dem Fossilien- Journal, werden die meisten wohl schon kennen...

Brigitte Schoenemann: Aus Trilobiten-Sicht (Fossilien- Journal 3/11)

http://www.fossilien-journal.de/cms/red/…Schoenemann.pdf

lG

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Mittwoch, 23. Juli 2014, 13:32

Hallihallo,

hier mal eine Arbeit, leider (für mich)in französischer Sprache. Ist aber nicht uninteressant. Behandelt werden die Evolution der Gattungen Ormathops und Toletanaspis, speziell die Entwicklung ihrer Augen. Diese haben wohl bei älteren Arten dieser Gattungen verhältnismäßig ungeordnete Verteilungen der Linsen auf der Sehfläche, jüngere Arten lt. paper "vollkommen schizochroal". Behandelt wird wohl die Entstehung der Schizo- Augen aufgrund von Paedomorphose.

(Ich denke doch, dass schon frühe Vertreter echte schizochroale Augen haben, oder liege ich da falsch ? Sind ja wohl weder holo- noch abathochroal, lediglich die perfekte Anordnung in dorsoventralen Reihen wird wohl noch nicht ganz entwickelt gewesen sein ?!?)

Also denne, wens interessiert:

Jean- Louis Henry, Rennes, Daniel Vizcaino, Carcassone et Jaques Destombes, Aurignac: Evolution de lóeil et heterochronie chez les Trilobites ordoviciens Ormathops DELO 1935 et Toletanaspis RABANO 1989 (Dalmanitidae, Zeliszkellinae) (Paläont. Z. 66, 3/4, 277-290, 4 Abb. Stuttgart, Dezember 1992)

http://libgen.org/scimag/get.php?doi=10.1007/bf02985819

lG

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Dienstag, 20. Januar 2015, 08:05

Hallo Ihr lieben Trilophilen,

hier gibt es jetzt eine Arbeit frei verfügbar, über die ich mich persönlich sehr freue (ok, ich mag die Oleniden besonders, da ist das ein extra- highlight...). Behandelt werden Augen und Sehvermögen zweier Oleniden, die in Skandinavien in denselben Schichten gefunden werden, Sphaerophthalmus alatus und Ctenopyge (Mesoctenopyge) tumida. Bei beiden Arten sind die Augen und damit der Bereich, den sie damit sehen konnten, unterschiedlich. Ersterer wird als benthisch lebender Trilobit angesehen, zweiter als pelagischer Schwimmer. Hoffe es interessiert Euch, falls ja- viel Spaß damit, die Arbeit ist (wie immer bei den beiden Autoren) sehr interessant...

Brigitte Schoenemann and Euan N.K. Clarkson: Eyes And Vision In The Coeval Furongian Trilobites Sphaerophthalmus Alatus (Boeck, 1938) And Ctenopyge (Mesoctenopyge) Tumida Westergard, 1922, From Bornholm, Denmark (Palaeontology, Vol. 58, Part 1, 2015, pp. 133-140)
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/pala.12128/pdf


lG
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Montag, 22. Juni 2015, 00:30

Hi Ihr,

hier eine neue interessante Arbeit, hierin werden die Augen von Cyclopyge sp. untersucht. Daraus werden Schlüsse auf Sehvermögen und Lebensweise gezogen. Spannende Sache, diese großäugigen Trilobiten sind wirklich faszinierend...

Gengo Tanaka, Brigitte Schoenemann, Khadija El Hariri, Teruo Ono, Euan Clarkson, Haruyoshi Maeda: Vision in a Middle Ordovician trilobite eye (Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology 433 (2015) 129-139)
http://www.researchgate.net/publication/…n_Trilobite_Eye

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Freitag, 24. November 2017, 10:30

Hi Ihr,

mal wieder was interessantes über Trilobitenaugen, hier darüber, warum die Trilobiten wohl keine Probleme damit hatten, dass Ihre Linsen unter UV- Licht leuchten ;-)

Brigitte Schoenemann, Euan N.K. Clarkson and Gabor Horvath: Why did the UV-A- induced photoluminiscent blue- green glow in trilobite eyes and exoskeletons not cause problems for trilobites ?
https://www.researchgate.net/publication…_trilobite_eyes


lG
Micha

PS: Habe mal wieder festgestellt, dass im Literaturbereich viele links tot sind, auch hier bei den Augen- papers. Na mal sehen, vielleicht gibt es ja einzelne neue...

Xiphogonium

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Freitag, 24. November 2017, 11:28

Hallo Michael,

das mit den toten Links stimmt natürlich, ist aber bei externen Quellen auch leider nicht zu vermeiden. :297:

Zumindest gibt die Linkadresse (jedenfalls in vielen Fällen) noch einen Hinweis darauf wo vielleicht das entsprechende Dokument zu finden sein wird, auch wenn der Link an sich nicht mehr funktioniert.

Gruß,

Mike
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