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howikaktus

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Samstag, 8. September 2018, 21:15

Megistaspis?

Ich habe mal wieder ein paar Tage an der Ostsee genutzt, um im Geschiebe zu sammeln. Diesmal gab es einen Brocken von unterem roten Orthocerenkalk. Fundort ist Nienhagen, westlich von Warnemünde. Der Kalk ist feinkörnig, grün geflammt und relativ leicht zu präparieren. Auf der einen Seite sind 2 Pygidien und ein Cephalon-Bruchstück. Das eine Pygidium war nur an der Defektstelle sichtbar, das habe ich rauspräpariert. Auf der anderen Seite liegt ein abgerolltes Cephalon, von dem praktisch nur noch ein gut 3 cm langer Wangenstachel übrig geblieben ist. Und genau das ist mein Problem. Das Pygidium hätte ich am ehesten als Paramegitaspis estonica identifiziert - aber die haben keine Wangenstachel. Nach Jaanusson (1956) hätte Megistaspis elongata einen praktisch identischen Wangenstachel aber das Pygidium sieht ein bisschen anders aus.
Geschiebekundige vor - ich brauche mal etwas Hilfe.
»howikaktus« hat folgende Bilder angehängt:
  • 9FD09E8B-6784-4C34-B948-510BFB81A789.jpeg
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howikaktus

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Samstag, 8. September 2018, 21:20

Die Fotos sind mit etwas seitlicher Beleuchtung aufgenommen, damit man die Konturen besser sieht.

Jens

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3

Dienstag, 11. September 2018, 01:08

Hi Howikaktus,

ich habe auf die Schnelle erstmal auch keine sichere Bestimmung für dich. Als erste Idee habe ich Megistaspis limbata gehabt. Da gibt es eine Reihe an verschiedenen Formen die man im Unteren Roten Orthocerenkalk finden kann, das Gestein ist auch als Limbata-Kalk bekannt. Das Bestimmen von Megistaspiden ist jedenfalls nicht so ganz einfach, gerade by unvollständigem Material, aber ich denke es ist etwas was mit limbata zumindest verwandt ist.

lg,
Jens
Was wäre die Welt ohne Trilobiten.
:267: :240: :272:

Michael

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Dienstag, 11. September 2018, 14:06

Hi Holger,

denke auch Megistaspis, nähere Bestimmung ist nicht so leicht, schließe mich da Jens an...
Glückwunsch zum Fund, Geschiebesammeln macht immer Laune !

lG
Micha

howikaktus

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Sonntag, 16. September 2018, 23:18

Danke für die Anregungen. M. limbata ist schon naheliegend. Aber den recht grossen Wangenstachel habe ich so nicht in der Literatur gefunden.

LG Holger :021: