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juniper

The Inner Circle

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21

Montag, 10. Dezember 2018, 09:29

zum 9.Dezember

Hi Andries, toller Declivolithus - ist ein spannendes Teil, das ich ja schon "live" in München bewundern konnte.
Durch die Abtrennung und Verdriftung der Unterschale ergibt sich die seltene Gelegenheit, auch mal die zur Körperinnenseite orientierte Schalenoberfäche zu erkennen.

zum 10.Dezember

Hi Jens, so eine Sekundärlagerstätte mit Rohlingen kann schon was Feines sein :201:
Das richtige Material in den richtigen Händen - schöner Geesops in vorzüglicher Präparation, der zeigt welches Potential und welche Qualität diesen Stücken innewohnt.

Viele Grüße
Klaus
Talent ist eine Gabe, keine Verpflichtung.

2.Trilobiten-Tagung (19./20.2.2011): Abstracts der Vorträge

Jens

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22

Montag, 10. Dezember 2018, 11:02

Hallo allerseits,

erstmal ein Danke an Klaus, der Geesops ist wirklich hübsch geworden. Interessanterweise zeigt er nicht die Marmorierung wie wir es von vielen Geeser Trilobiten kennen. Es lang wohl daran dass er aus einem anderen Horizont stammt, eventuell sogar einer Wasen-Knolle, dann wäre meine ANgabe mit Flesten-Member falsch, denn Wasen ist jünger. Wie auch immer, ohne eine genaue Kenntnis der Geeser Abfolge meinerseits, kann ich erstmal nicht mehr dazu sagen.

Ich bin die letzten Tage nicht dazu gekommen mich zu den bereits gezeigten Trilobiten zu äußern und möchte es nun nachholen.

@Stefan: Ein Neoasaphus ludibundus ist schon was Tolles, mir war es bislang nicht vergönnt einen zu finden. Denn obwohl man den Geschiebetyp Ludibundus-Kalk nennt, finden sich Vertreter dieser Art nur äußerst selten. Typisch ist eher Ogmasaphus praetextus. Man muß diesen Kalk sehr aufmerksam und vorsichtig aufschlagen, die Steinzeitmethode ist da nicht ideal :) Aber manchmal habe ich auch schon andere große Brocken genommen, um einen hartnäckigen Block zu knacken. Tja, sowas macht man wenn der Hammer zu klein ist oder man gleich gar keinen dabei hat... Wie auch immer, es ist eine sehr gute Präparation von Paul und es freut mich mal wieder einen schönen Trilo aus der nordischen Heimat zu sehen.

@Klaus: Deine Ogygiocarella debuchii ist ebenfalls ein feiner Trilobit. Ich denke auch dass diese Trilobiten schon primär ziemlich flach waren, deutlich flacher als jeder Asaphus, vielleicht eher vergleichbar mit Scutelliden oder Tropidocoryphe :) Mir gefällt natürlich die verheilte Pathologie, man kann sehen dass die Terrassenlinien der Duplikatur umbiegen und dass die Duplikatur links deutlich breiter ist als rechts. Ich möchte noch bemerken, dass die Terrassenlinien ein ventrales Merkmal sind und dass wir wohl sowas wie einen Präagesteinkern sehen, an dem man ventrale und dorsale Merkmale zusammen sehen kann :) Es ist jedenfalls ein Stück Schale ausgebissen und regeneriert worden, der Ausbiss ging relativ tief ins Pygidium und die Verheilung hat da eine Menge regeneriert. Die Skulptur der einzelnen Segmente ist jedenfalls schwächer ausgeprägt als auf der rechten gesunden Seite. Cooles Stück.

@Michael: Deine Pharostoma ist auch was Feines. Wie schon gesagt wurde, Komplette Kukersit-Trilobiten sind selten, wobei dies wohl auf die eher geringe Sammelei in Estland zurückzuführen ist, bzw. es gibt dort keine kommerzielle Sammelei die viele Funde produziert, die dann im Internet gezeigt werden. Dass der Kukersit sich lohnen würde hat mir ein Vortrag von Herrn Krueger gezeigt, der bei einer Gelegenheit mal einer Fund präsentierte, den er bei einem Estlandbesuch selber gemacht hatte. Einen kompletten Hoplolichides, da fielen einem dann die Augen aus, als er Vorher- und Nachherbild gezeigt hat. Pharostoma ist jedenfalls ein seltener Trilobit. Ich habe vor Jahren mal ein ganzes Exemplar im Macroura-Kalk gefunden, was wohl später dann abhanden gekommen ist, jedenfalls habe ich es nach einer Ausstellung nicht mehr wiedergesehen.

@Andries: Dein Declivolithus titan ist ebenfalls ein grandioses Exemplar. Ich würde sagen es ist das erste bei dem ich Feinstrukturen der Schale zu sehen bekomme. Die meisten dieser Trilobiten werden ja als gelb bis orange gefärbte Limonit-Trilos gefunden, aber diese zeigen nicht die Poren auf den Festwangen. Es sieht so aus, als ob sogar ein Teil gestrahlt werden konnte, was auf eine etwas andere Erhaltung als das übliche Material hindeutet. Ein schönes Exemplar, freut mich.

Viele Grüsse,
Jens
Was wäre die Welt ohne Trilobiten.
:267: :240: :272:

Andries

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23

Dienstag, 11. Dezember 2018, 12:10

Hi Jens,

die orange/gelb farbigen Declivolithus titan kommen tatsächlich aus eine andere Lokalität. In "The Fossils from Morocco" von Patrice Lebrun, geht der Author auf beide Lokalitäten näher ein.

Gratuliere zu Deine Prpäparation des Geesops schlotheimi! Ich kann mir gut vorstellen, dass es die Ausstellung im Naturkundemuseum Gerolstein bereichern wird. Nicht nur, dass er superb präpariert wurde, auch die Größe ist beachtlich. Bin gespannt, was noch alles im der Schublade schlummert.

@ Stefan

Ein schöner Estoniops bekkeri :112: Ich bin mir nicht sicher, ob das Pygidium fehlt. Anhand der Bilder kann ich zwar nichts sagen, da die Rückansicht fehlt. Bei eigene Präparationserfahrung, könnte das Pygidium zur Thorax versackt sein. Ggf. wäre eine Fensterung erfolgsversprechend.

Gruß Andries

juniper

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24

Dienstag, 11. Dezember 2018, 21:03

Hi Stefan

Toller Fund und schöne Stufe, dein Estoniops mit Brachiopode. Ich mag ja solche Faunenassoziationen :205:
Die Präparation halte ich für sehr gelungen - letztlich ist es eine Frage der persönlichen Vorliebe, was man macht bzw. vertrauensvoll vom beauftragten Präparator machen lässt.
Wie Andries schrieb - ist es gut möglich, dass sich das Pygidium verstreut noch im Inneren des Steins befinden kann.
Das Problem ist halt, dass eine "Suchgrabung" die ganze Stufe ruinieren kann, ohne dass es zu einem spürbaren Erkenntnisgewinn führt, selbst wenn man das Schalenstück sogar findet. Bei einer unbekannten/unbeschriebenen Form wäre das sicher eine legitime Vorgehensweise zwecks Erkenntnisgewinn.

Da aber die Art von bester Seite fachkundig bestimmt ist und man daher auch die "vollständige" Gestalt des Trilos recherchieren kann, ist die hier vorliegende "reduzierte Lösung" gewiss die Bessere.
Sie lässt dem Stück ein bisserl Geheimnis und "was wäre wenn"....

Im Glücksfall wartet ein vollständiges Exemplar im Geschiebe darauf, sich von dir finden zu lassen :112:

Beste Grüße
Klaus
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2.Trilobiten-Tagung (19./20.2.2011): Abstracts der Vorträge

juniper

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25

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 22:11

Hi Paul

Das ist natürlich ein großartiges Teil geworden diese Pradoella, es gibt sicher nicht allzu viele Exemplare in dieser Darstellungsqualität. Da bleibt einem schon mal die Stimme weg :291: .

Ich hatte seinerzeit schon deinen Präparationsbericht bei Steinkern gelesen, die Lektüre ist sehr empfehlenswert, weil man quasi miterleben kann, wie sich der Trilo aus der Konkretion herausschält, und was dabei an Überraschungen auftraten. Großes Kino :323:

Da muss ich jetzt schon mal nachdenken, was ich hinter das kommende Türchen verstecke ... :328:

Viele Grüße
Klaus
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Michael

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26

Donnerstag, 13. Dezember 2018, 01:10

Hi Ihr,

wow, der Kalender geht ja klasse weiter, freue mich auf jedes neue Türchen...

Jens, Dein Geesops ist ja ein schöner Brummer, der gefällt mir sehr. Absolut museumswürdig, denke ich. Und wie immer bei Dir ein geniales Präparat. Schick !

Stefan, Dein Estoniops ist ein toller Fund, da kann man echt nur staunen und gratulieren. Ein klasse Stück, da hat Paul wieder erstklassig gearbeitet. Mit dem Brachiopoden zusammen eine traumhafte Stufe finde ich. Toll das Stück hier sehen zu können !

Paul- Deine Pradoella ist genial, toll was Du aus der Konkretion herausgezaubert hast. Ein sehr beeindruckender Calymenide, sehr groß und in dieser Qualität wohl alles andere als häufig. Ein klasse Trilobit.

Klaus, Dein Maurotarion ist aber auch ein sehr schönes Exemplar. Wirklich spannend, wie er zwischen den fossilen Hinterlassenschaften seiner Zeitgenossen erhalten blieb. Aus heutiger Sicht wirkt er zwischen dem Pyrit wie ein glücklicher Goldsucher, wie er das zu Lebzeiten empfand, hm darüber kann man nur spekulieren. Vielleicht hat ihm die Sache ja ganz schön gestunken ,-)

lG und danke an alle Türchenbefüller
Micha :018:

juniper

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27

Donnerstag, 13. Dezember 2018, 09:17

Hi Micha

"Goldsucher", das ist eine schöne Assoziation :201:
Auf jeden Fall hatte der Sammler im Steinbruch einen glücklichen Tag. Das Stück kam dann über Heiko zu mir, und die Kombination von Trilo mit "Umweltbedingungen" machte es für mich doppelt interessant.

Viele Grüße
Klaus
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Andries

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28

Donnerstag, 13. Dezember 2018, 11:29

Heute haben wir den Zenit überschritten und mehr als die Hälfte der Türchen sind bereits geöffnet. Da wird ein nicht langweilig.

Ein wahrer Pracht was hier aufgeboten wird. :096:

@Paul
Toll, dass Du am 12. Dez. eine eigene Präparation vorstellst. Dein Pradoella ist ein echter Hingucker!
Wie viele auch, hatte ich Dein Präparationsbericht schon gelesen, umso mehr freue ich mich, ihm hier zu sehen.
@ Klaus
Beneidenswert Dein Maurotarion christy!
Obwohl bei den ganzen Hinterlassenschaften ...... echt :013:

juniper

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29

Freitag, 14. Dezember 2018, 09:56

Hi Micha

zum 14.Dezember:

Leopard - sehr apart :201:

Das ist ein schöner "Kulmi" den du uns da vorstellst, ich kann mich nicht erinnern, schonmal ein Exemplar mit so deutlichen Augen gesehen zu haben.

Interessant ist auch der Stein, der ja das Blümchenmuster nicht nur auf der Spaltoberfläche ausgebildet hat, sondern, wie man an der Seitenfläche erkennen kann, insgesamt bunt gefleckt zu sein scheint. Feines Stück!

Viele Grüße
Klaus
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