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Andries

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1

Freitag, 30. November 2018, 21:29

Kommentare zum Trilobiten-Adventskalender 2018 / Comments on the trilobite Advent calendar 2018

Anregungen, Kommentare, Ideen oder Verbesserungen zum Trilobiten-Adventskalender 2017
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Vielen Dank :112:

Please insert here any comment, suggestions or info to the trilobite-Advents calendar 2017
Thank you :112:

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2

Samstag, 1. Dezember 2018, 22:27

Hurra,
Es gibt wieder einen Adventskalender :056:

Toller Trilo :117:

Liebe Grüße
:036:
Shrubbery

Jens

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3

Sonntag, 2. Dezember 2018, 10:07

Hallo Andries,

eine schöne und nicht einfache Arbeit die du da mit der Cordania geleistet hast. Schön anzusehen und gut präsentiert. Ein feiner Einstieg in den Weihnachtskalender. Bin schon gespannt was noch kommt, ein paar Sachen von mir werden auch dabei sein.

lg,
Jens
Was wäre die Welt ohne Trilobiten.
:267: :240: :272:

juniper

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4

Sonntag, 2. Dezember 2018, 22:48

Hi Andries
Schönes Exemplar einer Cordania, gleich mit Präparationsbericht, ein super Start in den neuen Kalender.

Ich habe gerade den Ersatz-Weihnachtsmann gespielt für den heutigen ersten Advent, da der ursprünglich eingeplante Mitstreiter seinen Termin offenbar übersehen hatte ? :247:
Auf die Schnelle habe ich einen Klassiker im Fotoarchiv gefunden und damit am ersten Advent noch rasch ein Lichtlein im Adventskalender angezündet. :235:

Viele Grüße
Klaus
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2.Trilobiten-Tagung (19./20.2.2011): Abstracts der Vorträge

Jens

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5

Montag, 3. Dezember 2018, 23:29

Hallo Klaus,

gut dass du rechtzeitig eingesprungen bist. Vielleicht gabs ja auch ein Computerproblem bei Michael. Nun wir werden es erfahren. Dein Dalmanites ist jedenfalls auch ein schöner Stellvertreter. Ich hatte mich auch schon gewundert, warum es so lange dauert.

@Stefan,

also dein Neoasaphus ist auch was ganz Tolles, sehr schön präpariert und durchaus ungewöhnlich in mehrfacher Hinsicht. Ich hatte ja seinerzeit vermutet dass es sich um einen Neoasaphus punctatus handelt, nun damit lag ich daneben, denn das Auge ist klar vom kowalewskii-Typ, aber es ist auch etwas kürzer als bei den typischen russischen Exemplaren aus der Aseri-Stufe. Vielleicht ist der Horizont ja etwas älter als der der russischen Exemplare. Das Geschiebe ist wohl ostbaltischen Ursprungs, eher aus der Umgebung von Estland als St-Petersburg. Die morphologischen Unterschiede mögen so erklärbar sein, allerdings hat mir eine Google-Suche nach kowalewskii short eye dann doch auch einen Treffer beschehrt: https://www.fossilera.com/fossils/cute-1…with-stalk-eyes
Der hier hat deutlich kürzere Augen als die Standardausgabe und ähnelt so dem Geschiebeexemplar.

Ich kann mir vorstellen, dass sowohl Paul als auch Stefan etwas enttäuscht waren, als die starke Pathologie des Panzers klar wurde. Man wünscht sich als Sammler natürlich immer den perfekten Trilobiten, aber aufgrund der Form des Geschiebes wäre ein perfekt erhaltener Panzer auch beschädigt gewesen, denn die linke Seite des Kopfes hätte nicht in den Stein gepasst. Glück im Unglück also oder wie Otto es seinerzeit ausdrückte als das Gerüst bei Dacharbeiten kollabierte und die beiden Arbeiter in die Tiefe stürzten. Einer fiel ungebremst, doch der 2. hatte Glück gehabt und blieb mit dem rechten Auge an einem Nagel hängen.
Kommen wir also endlich zur Pathologie. Die ist schon krass, wir können klar sehen dass der Trilo zu Tode gebissen wurde. Ich habe vor Jahren ja schonmal einen Vortrag zu ähnlichen Verletzungen ordovizischer Trilos gehalten und da hätte der hier perfekt reingepasst. Was bemerkenswert ist, ist die Größe der Ausbisse, es muß also ein wirklich großer Räuber gewesen sein. Ich hatte seinerzeit Nautiloiden in Verdacht und würde diese auch der Seeskorpion-Idee vorziehen. Wir kennen zwar keine Kiefer von altpaläozoischen Nautiloiden, aber dass kann auf eine Erhaltungslücke zurückzuführen sein. Für mich lassen sich die geraden Schnitte und stumpfen Winkel der Ausbisse eher durch einen Schnabel erklären, als eine Schere. Zumal bei Seeskorpionen eher punktförmige Schalenverletzungen entstehen. Nunja, niemand war dabei, aber dass ist erstmal meine Meinung zum Thema.
Anmerken möchte ich noch, dass die Schale des Trilos mir relativ dünn erscheint, möglicherweise ist es ja ein frisch gehäutetes Exemplar was noch nicht eine dicke Schale ausgebildet hatte.

Soderle, vielen Dank für Zeigen,

Jens
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:267: :240: :272:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jens« (5. Dezember 2018, 12:40)


juniper

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6

Montag, 3. Dezember 2018, 23:30

Hi Stefan (Klapperstein)

Dein Geschiebe-Asaphus ist ein eindrucksvolles Stück geworden! Die "Hälftung" des Trilos ist zwar sammlungstechnisch bedauerlich, andererseits aber ein interessanter Beleg, der auch meiner Meinung nach als Befund für Prädation gedeutet werden kann.
Derart "zerlegte" Stücke sieht man nicht oft.
Bei der Bestimmung bin ich unsicher - für einen kowalewskii dieser Größe erscheinen mir die Augenstiele etwas zu massiv, man könnte fast an einen seltenen Asaphus intermedius denken, der unter anderem ein leicht gelängt erscheinendes Pygidium hat.
Interessant ist auch, dass sich relativ wenige Oberflächenmerkmale beobachten lassen. Schön z.B. die feinen Terrassenlinien an einer Seite der Augenstiele - wenn was da war, ist es durch die Präpp auch sichtbar geworden. :205:

Lassen wir uns jetzt dann mal vom Dienstags-Trilobit überraschen...

Beste Grüße
Klaus
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Andries

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7

Dienstag, 4. Dezember 2018, 03:41

Hallo,
so langsam nimmt der Kalender fahrt auf.

Es macht richtig Spaß!!!!!
@ Juniper

Zuerst muss ich mich bei Klaus für seine tolle Idee bedanken.
Sehr einfallsreich und geschickt gelöst.
Auch wenn der Glanz ein wenig stört, ein schöner Dalmanites limulurus!
@ Klapperstein
Ein toller einzigartiger Fund! Bemerkenswert, wie der Panzer gebrochen ist.

Bei mir kam sofort die Frage auf, ob das Hypostom noch da ist.
Auf Bild Nr.3 ist mir unterhalb der Glabella ein Schalenfragment aufgefallen.
Handelt es sich dabei um das Hypostom?
@ Jens
Ein toller Cambropallas telesto.
Herrliche Farben und perfekt erhalten. Was wünscht man sich mehr.
Gruß,
Andries

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8

Dienstag, 4. Dezember 2018, 12:06

Hallo Leute,

vielen Dank für die vielen Kommentare und den Input. Was Prädation durch einen Nautiloiden angeht, so könnte ich mir das größenmäßig auch gut vorstellen, nun wäre es wirklich spannend einen Kiefer davon zu sehen. Vllt schaffe ich es über Weihnachten die Krüger Arbeit zu den Asaphiden gänzlich zu lesen und die Details abzugrenzen, sonst belasse ich es bei Asaphus cf. kowalewskii. Was das Hypostom angeht, so kam mir ein ähnlicher Gedanke bei dem anpräparierten Schalenstück, jedoch wurde dies nicht weiter verfolgt. Nun ist es auch sehr risikoreich dort weiter zu sticheln. Das Pygidium hatte wohl auch noch ganz gut getrennt, während die Pleuren ziemlich schlecht freigelegt werden konnten. Auf dem Pygidium sollten also noch Details erhalten sein, sofern dort etwas war. Ich habe ja noch ~ 1/4 des Steines in meiner Werkstatt, jedoch verschiebe ich das Öffnen immer wieder und hoffe natürlich die ganze Zeit, dort wenigstens noch ein Cephalon drin zu finden. Paul hatte wohl bei Formatieren ein weiteres Cephalon entdeckt, vllt hat er dieses ja präpariert und wir bekommen einen weiteren Einblick in die Variabilität der Morphologie.


Schön, dass mit dem Kalender hier auch mal etwas Leben ins Forum kommt (da trage ich natürlich auch eine Mitschuld)!
Stefan

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Klapperstein« (4. Dezember 2018, 12:11)


ulrich12

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9

Dienstag, 4. Dezember 2018, 18:03

Prädations-Spur

Hallo miteinander,
ob die ausgedehnte Pathologie am Asaphiden von einem Cephalopoden herrührt wage ich zu bezweifeln, es sei denn, dass es seinerzeit Breitmaul-Cephalopoden gab. Als typische Spuren für Pathologien von Cephalopoden, die einen Schnabel wie Papageien haben (nur umgedreht - große Schnabelhälfte unten - kleine Schnabelhälfte oben) kenne ich eher dreieckige Biss-Spuren, wie sie nach verheilung in doppelter Weise nebeneinander auf den Bild zu sehen sind.
VG Uli
»ulrich12« hat folgendes Bild angehängt:
  • Asaphus_expansus_12_03br_pathologe.jpg

Jens

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10

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 12:52

Hallo Ulli,

du hast schon Recht, wenn du darauf hinweist dass die Verletzung nicht zu einem modernen Cephalopodenkiefer paßt. Aber die paläozoischen Kiefer mögen ja anders ausgesehen haben. Der Unterkiefer ist ja auch bei heutigen Formen breiter und weniger spitz am Ende. Wie auch immer, man könnte noch Anomalocariden ins Spiel bringen. Von denen wissen wir nun ja, dass es sie im Ordovizium noch gab, allerdings bezweifeln manche Wissenschaftler, dass ihre Beißwerkzeuge hart genug waren um Trilobitenschalen zu knacken.
Nunja, es ist interessant.

lg,
Jens

@Andries: Ein schön großer Olenellus, interessant dass er z.T. die Schale erhalten hat. Schade, dass die Verwitterung oft genug die Fossilien zerstört, aber dass ist nunmal der Lauf der Dinge.
Was wäre die Welt ohne Trilobiten.
:267: :240: :272:

Michael

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11

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 23:15

Hi Ihr alle !

Zuerst mal Entschuldigung fürs verschlafen meines Einsatzes, es kam leider was dazwischen und ich habs versemmelt... Vielen Dank an Klaus für die Rettung des 1. Advents.
Ich freue mich sehr, dass mit dem Adventskalender wieder so richtig Leben ins Forum kommt. Ich hatte leider in diesem Jahr nicht viel Zeit für Trilobiten und fürs Forum...

Alle gezeigten Trilobiten sind wieder ganz tolle Stücke.
Andries, Deine Cordania ist wirklich ein klasse Stück, sehr schön präpariert, präsentiert sich klasse auf der Matrix. Einfach toll.

Klaus´Rettungs- Trilo ist auch ein schönes Exemplar, ein Dalmanites limulurus fehlt mir auch noch... Super, der gefällt mir wirklich gut.

Stefans Asaphus ist echt der Knaller. Ich glaube Dir sofort, dass Du gebröckelt hast, als Du gemerkt hast dass die Hälfte fehlt ;-) Ich finde den aber genial, ein krasser Fall von Prädation, da braucht man nicht nach Anzeichen für Wundheilung suchen... Ich würde auch eher zu nautiloiden Prädatoren neigen, auch wenn entsprechende Kiefer (noch) nicht gefunden wurden... Große Reste von Cephalopoden aus dem Ordovizium kennt man ja, die hätten wohl durchaus Potential für große und breite Schnäbel... Für Neoasaphus kowalewskii hat er wirklich sehr kurze Augenstiele, aber die Art scheint eine große Varianz zu haben, bei gleicher Größe gibts da wohl Augenstiele von kurz wie bei A. intermedius bis extrem lang, hm schwierig... Auf jeden Fall ein genial präpariertes Exemplar, ich persönlich finde den viel spannender als perfekt erhaltene Trilobiten. Vielen Dank dass Du dieses tolle Mordopfer hier zeigst.

Jens, Dein Cambropallas ist der Wahnsinn, absolut perfekt- so was schönes sieht man echt selten. Toll, der ist echt ein Top- Ausstellungsstück. Ein klasse Kauf, da kann man echt nur gratulieren.

Andries, Dein Olenellus ist aber auch sehr sehenswert. Ist ja wirklich ein großes Exemplar. Schön dass er von Euch gefunden und gerettet wurde. Spannend, dass noch Schalenreste erhalten sind. Ich mag solche unperfekten Stücke mit ner Geschichte, und Deiner gefällt mir sehr gut.

Freue mich schon sehr auf morgen.

lG
Micha :021:

Michael

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12

Freitag, 7. Dezember 2018, 10:45

Hi Ihr,

wow, wieder 2 tolle Trilobiten hinter den Türchen.
Stefan, Dein 2. Geschiebe- Asaphus ist auch wieder ein tolles Stück, wirklich schön der Kleine. Da hat Paul wieder mal eine klasse Arbeit geleistet. Der Trilo ist sehr schön geworden, die Verluste halten sich doch in Grenzen. Glückwunsch zum Fund !
Klaus, Dein Plattfisch ist echt ein schöner Brocken. Ich mag ja die britischen flachgedrückten schalenlosen Viecher sehr ;-) Die Pathologie bei Deiner Ogygiocarella ist echt spannend. Ein toller Asaphide, der mal wieder zeigt, dass die Trilobiten so einiges einstecken mussten und auch konnten... War wohl kein Ponyhof, der ordovizische Meeresboden.
Vielen Dank Euch beiden fürs Vorstellen dieser schönen Trilobiten !

lG
Micha :117:

Michael

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13

Freitag, 7. Dezember 2018, 11:05

Ach so, Klaus- ob Ogygiocarella zu Lebzeiten wirklich so platt war, da bin ich nicht so sicher. Ich hatte in meinem Bericht über den Llanfawr quarry in Wales ja mal ein Bild von ner Ogygiocarella sp. (wahrsch. O. angustissima) wo ein "hochkant", also senkrecht zur Schichtung liegendes Thoraxsegment mit drauf ist. Der Form nach zu urteilen wären diese "Plattfische" demnach durchaus eher gewölbt wie Asaphus und Co...

lG
Micha
»Michael« hat folgendes Bild angehängt:
  • Ogygiocarella sp. Cranidium mit Segmenten- Neg..jpg

juniper

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14

Freitag, 7. Dezember 2018, 13:54

Hi Micha

Das Pleurenstück in Seitenlage ist spannend :205:

Vor Ort gesammeltes Material birgt natürlich eine Menge Untersuchungsmöglichkeiten, also auch Befunde, die man zum Abschätzen der Kompaktion heranziehen kann.
Wenn man sich ähnlich gepresste Gesteine aus Portugal anschaut, kann man auch verschiedene Grade an Plättung der Fossilien feststellen.

Natürlich ist es vorstellbar, dass Ogygiocarella und Ogyginus zu Lebzeiten weniger platt gebaut waren als es heute ihre Fossilien in diesen Gesteinen sind.
Andererseits sind schalenerhaltene Stücke aus Kanada ebenfalls sehr flach (wobei eventuell eine ähnliche Genese der Gesteine angenommen werden kann), und ein gewisse elementare Räumlichkeit (Aufwölbung) ist ja noch immer zu beobachten.
Heiko hatte sogar mal eine Ogygicarella mit Augenlinsen (!), das kommt vor, aber sehr selten. Da waren die Augen also durchaus noch aufgewölbt erhalten.

Ich könnte mir vorstellen, dass Ogygiocarella eventuell ähnlich flach gebaut war wie Asaphus platyurus aus dem russischen Ordovizium, der ist schon auffällig weniger gewölbt ist als seine bucklige :199: Verwandtschaft.

Viele Grüße
Klaus
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Michael

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15

Samstag, 8. Dezember 2018, 00:05

Hi Klaus,

ja hier die Ogyygiocarella debuchii von Heiko, die wohnt bei mir...
Auch bei meinen Verwandten (O. angustissima) aus Wales sind z.t- die Augen mit Linsenfeld erhalten...

lG
Micha
»Michael« hat folgende Bilder angehängt:
  • Ogygiocarella debuchii 2- nicht Wales.jpg
  • Ogygiocarella debuchii rechte Wange.jpg

juniper

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16

Samstag, 8. Dezember 2018, 12:05

Hi Micha

Bei dir ist also die schön-äugige Ogygiocarella zu Hause :205: Ich war damals einfach zu langsam :108:

Deine Pharostoma im Kuckersit (Trilo vom 8.Dezember) ist ein toller Hingucker, wirklich sehr ästhetisch durch den natürlichen Farbkontrast, und interessant anzusehen in der Einbettungsgemeinschaft mit den detailliert strukturierten Beifunden. Prima Stück :112:

Viele Grüße
Klaus
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ulrich12

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17

Samstag, 8. Dezember 2018, 14:39

Pharostoma nieszkowskii SCHMIDT, 1894

... was heißt hier "so häufig werden die nicht angeboten" ... Funde vollständiger Trilobiten im Kuckersit sind absolute Raritäten! Wer einen vollständigen Trilobiten aus dem Kuckersit hat, gefunden oder gekauft, darf sich glücklichschätzen - ein guter Freund bezeichnetet derartiges immer gerne als "Neidstück".
VG Uli

Michael

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18

Sonntag, 9. Dezember 2018, 01:02

Hi Klaus und Uli,

danke für Eure Kommentare, freut mich dass Euch mein Trilo gefällt. Habe mich sehr gefreut, als ich den kleinen ersteigern konnte;-)

Andries, Dein titanischer Trinucleide ist ein tolles Stück, den finde ich wieder klasse. Wirklich sehr aufschlussreich, wie man an dieser Exuvie den Häutungsverlauf verfolgen kann... Die Trinucleiden sind wie auch die Harpetiden wirklich spannende Trilobiten, da Ihre Säume ja doch eine sehr aufwändige Konstruktion sind.
Zu möglichen Funktionen des "Siebsaums"- Filtrieren von Sediment wird wohl eher abgelehnt- hatten wir vor ziemlich genau einem Jahr mal ne Diskussion. Gibt ne interessante Arbeit dazu, hoffe der Link funzt noch...
Guckst Du:

http://www.trilobita.de/wbb3/index.php?page=Thread&threadID=1877



lG
Micha

Andries

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19

Sonntag, 9. Dezember 2018, 13:08

Eine Überraschung nach denr Nächsten, man kommt kaum hinterher.
Weiter so :112:

6. Dezember
Ein toller Neoasaphus.

Ich will nicht wissen, wieviele Steine Du zerlegt hast, bist Du ihn gefunden hast.
Bislang hatte ich mit Geschiebe nur wenig Kontakt, umsomehr freue ich mich, dass Du hier Deine Funde zeigst.

Paul hat tolle Arbeit geleistet und noch ihn gut hinbekommen.

Gut, dass Du Dir damals die Zeit genommen hast, um die fehlenden Teile einzusammeln. Es hat sich gelohnt.



7. Dezember
Sehr interessante Geschichte zu der Matrix. Ich will lieber nicht wissen, was sich da alles zersetzt.
Die Pathologie gefällt mir besonders gut.
Vorallem, da die Heilungstruktur des Pygidiums als auch des Rostums sichtbar sind.
Sehr interessant und ein tolles Teil!
Die zwei Stücke von Michael sind eine super Ergänzung und sehr interessant.

Übringens Ogygiocarella debuchii BRONGNIART, 1822 müsste Og. d. (BRONGNIART, 1822) sein.

8. Dezember
Unglaublich, endlich sehe ich mal ein Trilobit auf Kuckersit Matrix. :106:


Außer Seetang, Bryozoen, Brachiopoden und einzelnen Trilobitenfragmenten, kenne ich kein komplettes Stück.
Ein wirklich tolle Überraschung.

Nach dem Kommentar von Uli wundert es mich nicht.

Danke für den Hinweis auf das Paper. Ich habe es mal kurz überflogen und fand es sehr interessant.

Gruß Andries


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Andries« (9. Dezember 2018, 23:48)


juniper

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20

Sonntag, 9. Dezember 2018, 21:46

Hi Andries

Danke für den Hinweis für die Schreibweise bei Ogygiocarella, habs im Beitrag korrigiert.
Ursprünglich war der Trilo als Asaphus debuchii beschrieben, und 1957 dann revidiert und zur neu geschaffenen Gattung Ogygiocarella gestellt.

Viele Grüße
Klaus
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2.Trilobiten-Tagung (19./20.2.2011): Abstracts der Vorträge