Logo

Startseite
Einführung
Erdzeitalter
Fossilisation
Morphologie
Rekonstruktion
Sehapparat
Einrollung
Häutung
Bestachelung
Wachstum
Ernährung
Reproduktion
Pathologie
Ordnungen
Ursprünge
Aussterben
Fundorte
Kontinentaldrift
Präparation
Entdecker
Meilensteine
Galerien
Gastsammlung
Specials
selbst sammeln
Fälschungen!
Best of Ebay
Dokumente
Literatur
Trilo-Lyrik
Trilo-Links
andere Fossilien
Evolution
Kreationismus
Glossar
Gästebuch
Forum
Impressum
Das Allerletzte!
Über den Autor

Neues


Trilobita-Banner
Sammlung Dieter Holland (1)

Proetida / Aulacopleuridae

Daß Dieter Holland gerne Cyphaspen präpariert, wird an den nachfolgenden Stücken deutlich. Als sehr auffälliges Merkmal kann die unterschiedliche Bestachelung hervorgehoben werden, und so wurden die Präparate in drei Kategorien eingeteilt, die sich an der Länge der Wangenstacheln orientieren. Der Vergleich ist sehr interessant!

Kategorie I - Wangenstachel enden vor dem Pygidium

Cyphaspis sp.
C1 - Cyphaspis sp., Fundort: Region Alnif, Marokko, Devon
Der Schein trügt nicht: Mit nur 7 mm Länge ist dieser Trilobit - möglicherweise ein "echter Otarion", der bislang kleinste Vertreter innerhalb der Gastsammlung. Leider sind wir bei den Aufnahmen an unsere technischen Grenzen gestoßen und so haben die Bilder nicht die gewohnte Qualität. Dennoch handelt es sich um ein sehr interessantes Stück, daß noch einer näheren Bestimmung entgegensieht.
Cyphaspis sp.
C2 - Cyphaspis sp., Fundort: Region Alnif, Marokko, Devon
Der zur Ordnung Proetida gehörende Cyphaspis sp., oft auch noch als Otarion bezeichnet, ist ein Vertreter aus dem Devon von Marokko. Das vorgestellte Exemplar ist ca 12 mm groß, besitzt keinen Dorsalstachel, ist wunderbar dreidimensional erhalten. Die aufgeblähte, gekörnelte Glabella ist sehr prominent.
Cyphaspis sp.
C4 - Cyphaspis sp., Fundort: Region Alnif, Marokko, Devon
Im Vergleich dazu ein noch weitaus stärker gekörnelter Cyphaspis sp. von etwa der gleichen Größe. Der linke Wangenstachel wurde aufwendig freigestellt. Auch dieser Trilobit besitzt keinen Dorsalstachel. Auffällig ist die interessante Färbung des Kalzits. Wiederum ist der Trilobit sehr schön dreidimensional erhalten geblieben.
Cyphaspis sp.
C8 - Cyphaspis sp., Fundort: Jbel Issoumour (Psychopyge-Schicht), Marokko, Devon
Des weiteren nun ein Cyphaspis sp. mit einem kurzen Dorsalstachel aus einem anderen Fundort in Marokko. Der rechte Wangenstachel wurde freigestellt. Auch dieser Trilobit ist von der gleichen hervorragenden Erhaltung und Präparationsqualität. Auffällig ist auch der sehr breite Cephalonsaum der Gattung Cyphaspis.
Cyphaspis sp.
C32 - Cyphaspis sp., Fundort: Zirg, Marokko, Devon
Nach einiger Zeit können wir hier wieder einen interessanten Trilobiten aus den Ceratarges-Schichten von Zirg vorstellen, der definitiv in unsere Kategorie I gehört. Dieses Präparat ließ sich leider nicht ohne Strahlmittel auspräparieren, aber die außergewöhnliche Morphologie dieses Stücks ist zweifelsohne erhalten geblieben.
Cyphaspis sp.
M01 - Cyphaspis sp., Fundort: Region Taouz, Marokko, Devon
Dieser nur ca. 11mm kleine Trilobit aus der Region Taouz südöstlich von Rissani zeichnet sich vor allem durch seine grazilen Wangenstacheln aus, die weitaus schmaler als gewöhnlich gebaut sind und mit deutlichen Ansatzpunkten von den Wangenecken ausgehen. Der Übergang speziell vom Cephalonrand in den Stachel ist doch markant.


Kategorie II
- Wangenstachel enden etwa am Ende des Pygidiums

Cyphaspis sp.
C3 - Cyphaspis sp., Fundort: Region Alnif (Jbel Issoumour), Marokko, Devon  
Dieser Trilobit aus den devonischen Schichten am berühmten Jbel Issoumour besitzt neben seinem sehr langen Dorsalstachel ein weiteres, noch interessanteres Merkmal: Auf seinem Nacken- oder Occipitalring sitzt ein kleines, aber unübersehbares Horn. Dies ist der bislang einzige hier gezeigte Cyphaspis, der dieses morphologische Merkmal aufweist.!
Cyphaspis sp.
C10 - Cyphaspis sp., Fundort: Region Alnif, Marokko, Devon
Dieser Cyphaspis sp., der in der Umgebung von Alnif gefunden und von Dieter wie üblich hervorragend präpariert wurde, zeichnet sich durch seine langen Stacheln aus. Die Wangenstacheln reichen bis zum Ende des Pygidiums und der Dorsalstachel ist ein wahres Prachtstück, das beinahe eine ganze Körperlänge über das Pygidium hinausreicht
Cyphaspis sp.
C11 - Cyphaspis sp., Fundort: Region Alnif, Marokko, Devon
Der mit einer Körperlänge von 3 cm bislang größte Cyphaspis sp. aus der Sammlung von Dieter Holland mit einer sehr interessanten Färbung des Kalzits und einer auffälligen Körnelung, die sich sogar auf das Pygidium des Trilobiten erstreckt. Die Glabella ist ebenfalls auffällig groß und ragt weit über den Cephalonsaum hinaus. Ein sehr interessantes Stück!
Cyphaspis sp.
C33 - Cyphaspis sp., Fundort: Jbel Issoumour, Marokko, Unterdevon
Ein gut 1,1 cm langer Trilobit aus einer neuen Fundstelle am Jbel Issoumour, der nahe an den im Jahr 2006 von Chatterton et al. von Zguilma beschriebenen Cyphaspis agayuara herankommt (Trilobiten der Timrhanrhart-Formation, Jbel Gara el Zguilma), sich aber in einigen Details doch deutlich unterscheidet und damit noch einmal die ausgeprägte morphologische Diversität dieser Gruppe belegt.


Kategorie III
- Wangenstachel reichen deutlich über das Pygidium hinaus

Cyphaspis eberhardiei
C13 - Cyphaspis eberhardiei CHATTERTON et al., 2006, Fundort: Jbel Gara el Zguilma, südwestl. Foum Zguid, Marokko, Devon
Als erster Trilobit in dieser Kategorie schlägt das vorliegende Exemplar alle anderen Stücke im Hinblick auf die Länge der Wangenstacheln, die zu ihrem Ende hin leicht nach oben gebogen auf ihrer unterstützenden Matrix ruhen. Wie lang die Wangenstachel der Cyphaspen wohl maximal werden konnten? Die Augenhügel sind zudem auffällig eckig und tuberkuliert.
Cyphaspis sp.
C14 - Cyphaspis sp., Fundort: Region Alnif, Marokko, Devon
Zwei verschieden lange Wangenstachel zeichnen diesen Trilobiten aus. In Anbetracht des Dorsalstachels ist anzunehmen, daß hier eine Verkürzung des linken Stachels vorliegt, also eine morphologische Anomalie, wie sie auch im Unterbereich Pathologie zu sehen sind. Allerdings scheint es keine zwingende Korrelation zwischen Länge des Dorsalstachels und der Wangenstachel zu geben (siehe C3).
Cyphaspis sp.
C15 - Cyphaspis sp., Fundort: Region Alnif, Marokko, Devon
Nicht ganz so lang und geschwungen wie bei C13, doch immer noch deutlich, ragen die Wangenstachel auch dieses ca. 15 mm langen Trilobiten über das Pygidium hinaus. Auf der Matrix finden sich weitere Teile eines anderen Individuums, augenscheinlich eine Freiwange.
Cyphaspis sp.
C18 - Cyphaspis sp., Fundort: Region Alnif, Marokko, Devon
Daß es unter den Cyphaspen eine schier unerschöpfliche Vielfalt hinsichtlich der Ausstattung der Bestachelung gibt, dürfte sich zwischenzeitlich herumgesprochen haben. ;-) Dieser ca. 17 mm große Trilobit aus dem Devon von Marokko zeigt auf der Frontseite seiner Glabella vier kleine Stacheln und ist auch sonst recht interessant anzuschauen.
Cyphaspis cf. agayuara
C30 - Cyphaspis cf. agayuara CHATTERTON et al., 2006 , Fundort: Merzouga, Marokko, Mitteldevon
Wir erweitern die Gastsammlung mit einem interessanten Stück von einer relativ neuen Fundstelle namens Merzouga in Marokko. Das vorliegende Exemplar hat eine verblüffende Ähnlichkeit mit der von Brian Chatterton und Richard Fortey et al. in 2006 neu beschriebenen Art C. agayuara, die vom Jbel Zguilma südöstlich von Foum Zguid beschrieben wurde. Der linke Wagenstachel spricht für unsere Kategorie III.
Cyphaspis sp.
C31 - Cyphaspis sp., Fundort: Basisschichten des Jbel Issoumour, Marokko, Unterdevon
Vermutlich aus dem Pragium, vielleicht sogar aus dem noch älteren Lochkovium stammt dieser gerade einmal 10 mm "große" Cyphaspis. Er stammt aus den untersten Schichten des Jbel Issoumour im marokkanischen Ma'der, wobei es der Matrix allerdings an der für dieses Material typischen Farbe mangelt. Ausnahmen bestätigen allerdings auch hier die Regel.

 

Sonstige Trilobiten der Familie

Aulacopleura
Aulacopleura (Paraaulacopleura) sp., Fundort: östlich Erfoud, Marokko, Devon
Hier wollen wir den ersten Aulacopleura aus Dieter Hollands Sammlung vorstellen. Es handelt sich um ein Exemplar, das sich aufgrund der stratigraphischen Umstände ins obere Eifelium einordnen lässt, wo es zusammen mit Koneprusites auftritt. Das Stück stammt aus dem Verwitterungsbereich, was die Präparation aufgrund des instabilen Panzers doch recht schwierig machte.

Letzte Aktualisierung: Sonntag, 16.05.2010 9:47